Stadtteilheft positioniert sich
In verschiedenen Stadtteilen erscheinen jeweils lokale Ausgaben der sogenannten „Dortmunder Stadtmagazine“, so auch im Stadtteil Dorstfeld. Im Monatsheft für Juli / August wird unter Anderem ein Gespräch mit dem ehemaligen Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß (Grüne) wiedergegeben, welches – kombiniert mit einer Werbeanzeige für dessen Partei – zeigt, in welche Richtung die journalistische Betätigung des Magazins geht.
So kann der geneigte Leser erfahren, warum es den homosexuellen Fuß im Jahr 1979 aus dem „schwulenfeindlichen“ Höxter nach Dortmund zog oder wie Fuß seinen Lebenspartner in einem Fitnessstudio kennen gelernt hat – Erzählungen, auf welche wohl die Mehrzahl der Leser verzichten könnte. Statt eine kritische Auseinandersetzung mit der multikulturellen Politik von Friedrich Fuß und seines Grünen Kreisverbandes, der gemeinsam mit der CDU in der Wahlperiode 2009 – 2012 in der westlichen Innenstadt regierte, zu führen, wirkt der Artikel eher wie eine Werbedarstellung. Nicht thematisiert werden beispielsweise die Entstehung sozialer Brennpunkte, die Drogenkriminalität rund um den West-Park oder die Schaffung des sogenannten „Union Quartiers“, einer Steuergeldverschwendung, die auf Bezirksebene seinesgleichen sucht.
Während noch vor wenigen Monaten – zumindest bei der für Dorstfeld zuständigen Redaktion – überwiegend neutral berichtet wurde, beinhaltet die neue Ausgabe verschiedene Artikel über den (in der Regel nicht allzu erfolgreichen) „Kampf gegen Rechts“ und eine Hervorhebung demokratischer Tätigkeiten. Es ist traurig, dass ein im Stadtteil weit verbreitetes Heft den (überwiegend) neutralen Standpunkt verlässt und sich an den „großen“ Lokalzeitungen, die längst politisch gewünschte Berichterstattung liefern, orientiert. Umso mehr wird aber deutlich, wie notwendig eine kritische Gegenöffentlichkeit von Rechtsaußen ist.







Wenn nun auch die Stadtteil-Postillen auf den medialen “Anti-Rechts” Zug aufspringen, kann man nur rufen: Nur zu! Die verbreiteten Unwahrheiten und Verdrehungen lassen sich vor dem Hintergrund der bitteren Realität nur allzu leicht als Lügen und politisch motivierte Verdrehungen darstellen – da bedarf es oft gar nicht mal des “Denkanstosses” durch nationale Sozialisten. So dumm und träge, wie das Volk von den Etablierten offenbar gehalten wird, ist es beileibe schon lange nicht mehr.