Rohrbruch für die leere Dortmunder Stadtkasse

Das Rohrbrüche bei Versorgungsnetzen für Gas und Wasser auch bei vorschriftsmäßiger Installation und regelmäßiger Wartung, sowie auftreten können, ist sicher nichts besonderes, auch dass solche Schäden im Winter bei Frostperioden gehäuft auftreten ist bekannt und lässt sich erklären. Durch die Ausdehnung der gefrorenen oberen Erdschichten (Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus) treten starke Spannungen (und bei Erdbewegung auch starke Kräfte auf), die bei älteren Metallrohren durch zusätzliche Altersermüdung zu Rohrbrüchen führen können. Ein solcher Fall ereignete sich nun auch in Dortmund-Wambel. Es entstanden schwere Schäden an den benachbarten Gebäuden durch Flutung der Keller und Unterspülungen.

Eigentlich ein typischer Fall, wäre da nicht der Hinweis, dass die Anwohner schon 2006 die Stadt Dortmund und den Wasserversorger DEW21 im Zuge einer anstehenden Straßendeckenerneuerung schriftlich auf die ihrer Meinung nach veralteten Wasserrohre in der Straße hingewiesen hätten. Ein guter Hinweis, da schon mehrfach Schäden an dem mittlerweile 60 Jahre alten Rohrnetz aufgetreten waren und man vor der Erneuerung der Straßendecke die Tiefbauarbeiten hätte erledigen können. Die DEW21 lehnte aber ab – was ob der Überschreitung der regulären Lebensdauer der alten Metall-Gussrohre von 50 Jahren verwundert. Aber – auch moderne Kunststoff-Rohrleitungen werden mit 50 Jahre Lebensdauer nominal angegeben.

In dem Zusammenhang fällt auf, dass in der Vergangenheit die DEW21 zwar jeweils einen Millionenbetrag pro Jahr für die Erneuerung und Reparatur des in die Jahre gekommenen Leitungsnetzes tätigten, diese Summen aber ob der Rohrnetzgröße bei weitem nicht ausreichen. Die genaue Rohrnetzlänge, sowie die Arten und das Alter der verlegten Leitungen will die DEW21 aus “Sicherheitsgründen” wegen angeblicher “Terrorgefahr” – so die DEW21 Sprecherin Frau Poschmann, nicht nennen. Ein Schelm, wer schlechtes dabei denkt. Dabei kann man im Heimatkundeatlas von 1975 noch den Rohrnetzplan der Dortmunder Wasserleitungen einsehen und auch wie man Schadstoffe in Wasserversorgungssysteme einbringen kann – nun, das wird hier aus Sicherheitsgründen nicht berichtet,lässt sich aber im Weltnetz nachlesen. Es ist wohl eher anzunehmen, dass mit den Angaben zum Rohrnetz die genauen Investitionssummen errechnet werden könnten. Wo bleibt also das Geld, dass bei der Berechnung der Wassergebühren als Anteil für Instandhaltung und Erneuerung einkalkuliert wurde?

In der Bilanz werden die tatsächlichen Aufwendungen für Instandhaltung und Erneuerung geringer ausgewiesen als in der Gebührenkalkulation vorausberechnet und so entsteht ein “Gewinn” vor Steuern, der vom Mutterkonzern Stadtwerke AG (DSW21) zum Ausgleich für Defizite im öffentlichen Personen-Nahverkehr und zur Deckung der hohen Verluste (z. B. beim Flughafen Dortmund) verrechnet wird. Seit einigen Jahren muss die DSW21 zusätzlich aus diesen vermeintlichen “Gewinnen” ständig steigende Beiträge zum völlig maroden Haushalt der Stadt Dortmund liefern. Geld, das dann für überteuerte “Leuchtturmprojekte” wie das Dortmunder U oder den „K(r)ampf gegen rechts“ vergeudet wird und nicht für die notwendigen Belange der Bevölkerung eingesetzt wird. Dazu kommt die Übertragung von ehemals städtischen Aufgaben bei sündhaft teuren und mit Kostensteigerungen behafteten Projekten wie die Entwicklung des Phoenixsees, der Stadtkrone oder der Hohen-Buschei, auf die DSW21, für die bei der Stadt Dortmund schon seit Jahren kein Geld mehr vorhanden ist. Auch die Plünderung der Rücklagen und Kredite zum Ankauf der Gelsenwasser AG, der Steag-Anteile oder die Erhöhung der RWE-Aktienanteile lassen unter dem Strich das Geld für notwendige Reparaturen und Erneuerungen des Rohrnetzes fehlen.

Bei der derzeit strikten Ahndung jeder nur vermeintlichen Ordnungswidrigkeit von Nationalisten und der ständigen Drohung mit dem Strafrecht gegen nationale Aktivisten sei der Vollständigkeit halber hier darauf verwiesen, dass die Berechnung höherer Instandhaltungskosten in den Wassergebühren als schnöder Betrug angesehen werden könnte und als Gebührenübererhebung nach § 352 als Straftat gewertet werden könnte. Das Motiv ist auch erkennbar: Geld für sonst von der Stadt zu zahlende Aufgaben zu gewinnen und zusätzlich Gelder für den maroden städtischen Haushalt zu erhalten.

Da die Gefahr von Rohrbrüchen grundsätzlich auch bei überalterten Gasleitungen besteht und bei Gasrohrbrüchen mit Explosionen und Bränden ganz andere Folgen als bei Wasseraustritten drohen, hat hier die DEW21 in den vergangenen Jahren erkennbar mehr Gasleitungen erneuert. Ob dies im erforderlichen Umfang geschah bleibt als Frage allerdings offen.

Die Bürger dürfen das Problem nun im wahrsten Sinn des Wortes “ausbaden” obwohl sie bereits mit den Wassergebühren für eine ordentliche Instandhaltung des Wasserversorgungsnetzes gezahlt haben. Das kann Frau Poschmann, die Pressesprecherin der DEW21 “natürlich” nicht erklären. Man muss auch hier wissen, dass Frau Poschmann seit Jahren für die SPD im Rat der Stadt Dortmund sitzt, sich um ein Bundestagsmandat (in Dortmund ist der Sitz bisher für SPD-Kandidaten “sicher”) bewirbt und zur “Versorgung” den gut bezahlten Posten der “Sprecherin” der DEW21 bekleidet. So geht roter Filz – und Rohrbruch.

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