Schmuddel: Linker Gewalttäter ist kein Opfer!
Mittlerweile im fünften Jahr veranstalten Linksextremisten auch an diesem Wochenende wieder ihre jährliche „Schmuddel-Gedenkdemonstration“. Dabei verdrehen sie den Ablauf einer Auseinandersetzung zwischen einem jungen Nationalisten und einer Gruppe gewaltbereiter Punker. Einen Überblick über die Vorfälle gibt der nachfolgende, bereits im Jahr 2008 veröffentlichte Bericht. Im Anhang ist ein Grußwort von Sven Kahlin veröffentlicht, welches bei einer Kundgebung im letzten Jahr verlesen wurde.
Zu der Antifa:
Warum sie solch einen Aufwand veranstaltet, ist leicht zu erklären. Die Antifa in Dortmund ist eine Gruppe, die sich nie über großen Zulauf erfreuen konnte und eigentlich nirgendwo ernst genommen wird. Natürlich gibt es in Dortmund auch ein „Bündnis gegen Rechts“, allerdings besteht dieses zum größten Teil aus bürgerlichen Personen. Nachdem die „Antifa Dortmund Nord“ am 01.06.2004 nach einer so genannten „Sommerpause“ von der Bildfläche verschwand, gab es noch kurze Zeit die antideutsche „Kommunistische Initiative Dortmund“ (c/o Unner Straße 44). Diese führte unter anderem eine Demo in Dortmund – Brechten (12.07.2003) durch. Zu dieser eher kläglichen Demo erschienen ca. 250 Antideutsche, obwohl dafür zwei Monate geworben wurde. Nachdem die „KI-Dortmund“ auch verschwand wurde es in Dortmund sehr ruhig um die Antifa. Es gab zwar weiterhin die Treffpunkte “Langer August” und “Hirsch-Q”, doch wirkliche Gruppen gab es nicht. Als am 28.03.2005 der Punker „Schmuddel“ starb, formierte sich neuer „Widerstand“. Es gründete sich die „Antifa Union Dortmund“, die fast Personengleich ist mit dem „Bündnis 28.3.“, welches die Schmuddel Demos organisiert. Seitdem erscheinen diese Gruppen immer nur, wenn es mal wieder um Schmuddel geht oder wenn sie eine Gegendemonstration veranstalten, die keine eigenen politischen Forderungen hervorbringt. Ansonsten ist von beiden Gruppen nichts zu erwarten. Vielleicht liegt es auch daran, dass einige der Leute nicht in Dortmund wohnhaft sind. Im Jahr 2007 gab es erneut einen Versuch durch Antifakiddis eine neue Gruppe zu formieren. Der selbsternannte Führer dieser Gruppe, Gerrit S., nannte sie zuerst „Mob Action Dortmund“, später „Autonome Antifa Dortmund“. Unter diesem Namen fanden ein bis zwei Treffen statt. Dort wurden Aktionen zum 1.Mai und Antikriegstag besprochen. Das Treffen bestand aus ca. 30 Leuten, wobei, der selbsternannte Führer, Gerrit die Wortführung übernahm. Es ist schon sehr paradox , dass sich eine Gruppe „Autonome Antifa Dortmund“ nennt, aber absolut keine Autonomie in ihren eigenen Reihen aufweist, da sie einen Führer haben. Aber das ist halb so wild, denn Ende 2007 war diese Gruppe auch schon wieder weg. Nun organisierte man sich in der „Antifa NRW“ (Welche inzwischen auch schon wieder aufgelöst wurde). Es gab seit einigen Jahren ca. zehn mal den Versuch, antifaschistische Gruppen in Dortmund zu bilden. Seit einiger Zeit gibt es nun fünf Internetseiten von vermeintlich antifaschistischen Gruppen. Auf Demos zeigen sich die Gruppen oft zerstritten, wie z.B. am 01.09.2007 auf der Gegendemonstration zum nationalen Antikriegstag, dort gab es laut Indymedia sogar handfeste Auseinandersetzungen zwischen Antideutschen und Antifas(Antiimps). Dies zeigt erneut, wieweit die politischen Ansichten der Antifa NRW in wichtigen Fragen auseinander driften.Zum Fall Schmuddel:
Thomas Schulz, auch Schmuddel genannt, war einigen Aktivisten vom Sehen her bekannt. Meistens saß er mit anderen Punks in der Nähe vom Hauptbahnhof und trank dort sein Bier. Bei Aktionen hielten sich die Punks eigentlich immer zurück. Wenn sie sahen, dass Aktivisten des Nationalen Widerstand Flugzettel verteilten störten sie sich nicht wirklich dran. Am 28.03.2005 war der junge Heranwachsende Sven K. mit seiner Freundin auf dem Weg nach Hause und stand an der U-Bahnhaltestelle Kampstraße, mit ihm stand dort eine Gruppe von ca. 20 Punkern. Sven wurde von den Punkern angepöbelt, daraufhin nahm er einige Meter Abstand von dieser Gruppe. Die Gruppe kam ihm nach, der später als Thomas Schulz (Schmuddel) identifizierte ältere Punk war sozusagen der „Anführer“ der Gruppe. Die Gruppe bildete um Sven und seine Freundin einen Kreis, sodass sie sich nicht entfernen konnten. Schmuddel war erkennbar betrunken. Nach einigen Beleidigungen und Drohungen der Gruppe zog Schmuddel ein Messer, dies war entweder ein Klapp- oder ein Springmesser und hielt es mit der Klinge in Richtung von Sven und seiner Freundin. Sven fühlte sich und seine Freundin durch die Situation derart bedroht, dass er sein eigenes Messer aus dem Stiefel zog und einmal auf Schmuddel einstach. Die Gruppe löste sich schlagartig auf, nur eine Punkerin blieb bei Schmuddel, der direkt zusammensackte. Noch vor dem Eintreffen des Notarztes erlag Schmuddel den Verletzungen (u. a. Brustkorbdurchtrennung). Sven ging zu Fuß über einige Umwege zum Dortmunder Hauptbahnhof, seine Freundin entfernte sich in eine andere Richtung. Als Sven in eine S-Bahn Richtung Dorstfeld stieg, ging nach einiger Zeit das Licht aus. Sven wollte sich auf der Zugtoilette verstecken, doch nach einigen Metern hörte er von hinten: „Noch ein Schritt weiter und du kannst durch den Hinterkopf atmen!“. Er wurde vom SEK festgenommen. Seine Freundin wurde ebenfalls festgenommen, allerdings nach einigen Tagen im Polizeigewahrsam wieder freigelassen.Zum Prozess:
Der Prozess gegen Sven K. zog sich über mehrere Prozesstage hinweg, immer waren eine nicht unbeträchtliche Anzahl Antifas vor Ort. Sven wurde während der Verhandlung in einen Glaskasten gesperrt. Immer wieder gab es während der Verhandlung Drohungen und Pöbeleien von den anwesenden Punkern und Antifaschisten. Alle vorgeladenen Zeugen bis auf seine Freundin sagten gegen Sven aus. Als die Eltern von Schmuddel, die als Nebenkläger auftraten, allerdings hörten, dass ihr Sohn als erster ein Messer zog und Sven damit bedrohte, äußerten die Eltern von Schmuddel den Wunsch, dass man das Verfahren gegen Sven einstellen sollte. Dem Wunsch wurde nicht stattgegeben und er wurde nie wieder erwähnt. Interessant ist auch, dass der U-Bahnhof Kampstraße videoüberwacht wird. Die Videoüberwachung geht allerdings nur an, wenn gerade eine U-Bahn einfährt. Eine U-Bahn fuhr just in dem Moment ein, indem Sven zu gestochen hat. Dass es vorher Beleidigungen und Drohungen von der Gruppe Punker gegeben hat und Schmuddel als erster ein Messer zog, konnte deshalb vor Gericht nicht bewiesen werden. Schlussendlich wurde Sven wegen Totschlags zu 7 Jahren Jugendhaft verurteilt, der vorsitzende Richter schloss einen politischen Hintergrund der Tat aus.Drumherum:
Die Antifa machte nach dem Vorfall, aus dem unpolitischen Punker Thomas Schulz einen Antifaschisten. Dabei war er vielleicht gegen Skinheads, aber hat sich nie wirklich politisch eingebracht. Vielmehr war es der Alkohol, der an diesem Tag schuld an seinem Fehlverhalten war. Als die Antifa propagierte, dass es sich um einen Antifa handle, wurde sofort eine Demo angemeldet. Zu dieser Demo erschienen 2005 ca. 3000 Antifaschisten und Sympathisanten. Allerdings war diese nur ein kurzer Erfolg der Antifa, 2006 und 2007 nahmen nur ca. 1000 linksgerichtete an der Demonstration teil. Interessant ist auch was mit dem Spendenkonto, welches eigens für Schmuddel eingerichtet wurde, geschehen ist. Verkündeten am 08.04.2005 Frank Lütkemeyer und Jacqueline Austen doch folgendes:Spendenaufruf zu Schmuddels Beerdigung
Dortmund, 07.05.2005
Absprache zwischen Schmuddels Freunden und den unten aufgeführten Personen
Hiermit verpflichten wir uns : Jacqueline Austen geb.01.04.85 und Frank Lütkemeyer geb. 24.01.68 im gegenseitigen Einvernehmen das “Schmuddel Spendenkonto” Eingerichtet unter der
Kontonummer : 545 12 821-20
Bankleitzahl : 310 108 33Bei der CC – Bank Dortmund unter der Kontoinhaberin Jacquelin Austen Nur zusammen und ausschließlich für Schmuddels ( Thomas Carsten Schulz ) Beerdigungskosten / Gedenktafel zu Führen.
Buchungen und Barabhebungen dürfen nur zu zweit und zu den oben aufgeführten Zwecken getätigt werden.
In Anwesenheit des Streetworkers
Jacqueline Austen Frank Lütkemeyer
Des weiteren ist Jacqueline Austen von der Ehefrau des Verstorbenen bevollmächtigt worden, in Zusammenarbeit mit Ihr, die organisatorischen Fragen der Beerdigung / Gedenktafel etc. zu erledigen.
Wir werden entsprechend der Basisdemokratie , soweit von der Ehefrau gewünscht und den Datenschutz nicht strafbar betreffend, die Informationen über Beerdigung / Gedenktafel / Spenden etc. veröffentlichen und in die “ Bezugsgruppen “ geben.
Vielen Dank für die bisher gelungenen Aktionen und Demonstrationen , insbesondere der Demonstration am 02.04.2005.
Weitere Spenden und Aktionen sind erwünscht . Wir werden uns alsbald möglich bei Euch melden .
Mit antifaschistischen Grüssen
Frank Lütkemeyer
Jacqueline AustenDoch anscheinend konnte man der Frau Austen nicht trauen und so kam es am 18.09.2007 zu folgendem Beitrag von Herrn Lütkemeyer:
Verlust von Spendengeldern vom Schmuddelspendenkonto
Nachtrag zur Ankündigung „Auflösung des Schmuddel Spendenkontos vom 30.11.2005“
Entgegen der Ankündigung das Restgeld vom Spendenkonto im Streetwork zu deponieren, wurde das Konto von zwar von JacquelineAusten aufgelöst jedoch wurde die Restsumme niemals im Streetwork Dortmund hinterlegt.
Nach Aussage von Jacqueline Austen wurde ihr das Geld von Besucher entwendet.
Dies teilte Frau Austen aber erst Anfang 2007, in einem eher zufälligem Gespräch über Schmudel mit.Das Konto wurde ohne Absprache und Information allein von Jacqueline Austen aufgelöst.
Weder dem Streetwork Dortmund noch Frank Lütkemeyer lagen bisAnfang 2007 Informationen vor, dass das Geld abhanden gekommen ist.Sowohl Frank Lütkemeyer als auch Streetwork Dortmund distanzieren sich von dieser Vorgehensweise.
Mit antifaschistischen Grüßen
Frank Lütkemeyer
Da kann man doch von ausgehen, das sich Frau Auster ein schönes Leben mit dem Geld gemacht hat. Es wird sich auch um eine erhebliche Summe gehandelt haben, immerhin wurde von Vielen Solidarität bekundet und in zwei Jahren kann da einiges an Geld zusammen gekommen sein.
Diese ganzen Fakten sind ausschlaggebend für den Nationalen Widerstand Dortmund, sich gegen die Schmuddel Demos zu stellen und diese Lügen, um einen angeblich politisch motivierten Mord, nicht hinzunehmen. Im Moment häufen sich wieder einmal Aktivitäten der Antifa in Dortmund. Sollte jemand Aktionen der Antifa beobachten oder mehrere Aufkleber in seinem Stadtbezirk entdecken, bitten wir um sofortige Information. Meldet Antifa Aktivitäten bitte per E-Post unter kontakt@infoportal-dortmund.net.
Der Lüge entgegentreten!
Dortmund ist unsere Stadt!
Grußworte unseres inhaftierten Kameraden Sven Kahlin:
Seid alle aufrecht gegrüßt,
leider habe ich seit längerem nicht die Möglichkeit, mit Euch auf die Straße zu gehen, denn ich befinde mich ja nun seit genau vier Jahren in BRD-Haft.
In den letzten Jahren hat man zwar mit etlichen Schikanen versucht, mir die Haftzeit zu erschweren, vom Verschwinden meiner Post bis zur plötzlichen Verlegung mit absolut schwachsinnigen Begründungen war eigentlich fast alles dabei. Doch diese Aktionen der Verzweiflung eines todkranken Systems – vergleichbar mit einer sterbenden Ratte, die nochmal um sich beißt – haben nicht die gewünschte Wirkung der Umerziehung. Vielmehr zeigen sie nur, daß wir auf dem richtigen Weg sind, da können auch die Kindergarten-Revoluzzer der Antifa schreien wie sie wollen. Ihre armseligen Veranstaltungen können die nationale Bewegung nicht stoppen.
Fakt ist: Dortmund ist und bleibt unsere Stadt!
Ich danke allen Kameradinnen und Kameraden, die sich versammelt haben, um Stellung zu beziehen. Ihr gebt uns die Kraft, in der Haft nicht zu verzweifeln.
Besonderen Dank an die Kameraden, die es mir ermöglicht haben, trotz der Haft mich heute hier zu Wort zu melden! Grüße an die Kameraden, mit denen ich in Kontakt stehe, die Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld und alle Anwesenden.
Mit dem besten Gruß,
Sven Kahlin
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- Dortmund - Blog - 29 Mar 2010







An zahlreichen Stellen in Dortmund wurden (scheinbar in der Nacht zum 31. März) Straßennamen verändert, um auf die Inhaftierung von Sven Kahlin hinzuweisen. Wie in dem obigen Artikel ausführlich beschrieben, sitzt dieser seit dem 28.03.2005 im Gefängnis, weil er sich in einer Notwehrsituation gegen eine angreifende Gruppe Punker verteidigte.
Hier zwei Schnappschüsse:
http://imgload.info/files/viu1269990853o.JPG
http://imgload.info/files/viu1269990987r.JPG
Freiheit Für Sven
Dieses Jahr lag die Teilnehmerzahl bei der Schmuddel-Demonstration sogar unter 300. Angesichts der Mobilisierung und den Hoffnungen, die für lokale Antifa-Gruppen in der Demo lagen, ist dies eine Blamage. Linke Freiräume konnten heute nicht erkämpft werden – in die von Rechten dominierten Stadtteile wie Dorstfeld kamen die Antifaschisten auch nicht. Es bleibt abzuwarten, ob die Kommunisten wie in den Vorjahren in Berichten ihre Teilnehmerzahlen um 30 – 40 % erhöhen, oder das eigene Versagen einräumen.
Nun als, ich sag ma Teilnehmer, der schmuddeligen Demo, ein kurzer Bericht:
Mit etwa 300 Leuten war die Demo relativ wenig besucht. Ganz davon abgesehen, dass Teilnehmer die Schmuddel „Gedenkdemo“ noch während des Marsches verließen oder gar nicht wirklich daran Teilnahmen und lieber gleich in der nächsten Kneipe verblieben.
Zu der Demo selbst gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, da es so ziemlich standardmäßig verlief. Erstaunlich ist, wie viel Freiraum die Afa bei ihrer Demo genießt. So konnten sich diese frei durch die Stadt bewegen. Bei unseren Demos werden wir ja quasi unnötigerweise in Käfige gefärcht.
Auf den Kundgebungen selber wurde in üblicher Manier gegen rechts gehetzt oder emotionslos die nächsten Termine runtergerattert. So kam man sich eher vor, als währe man auf einer Werbeveranstaltung für andere Veranstaltungen der Antifa, anstatt auf einer Gedenkkundgebung eines toten Punkers. Scheinbar wird dies nur als Vorwand genommen und für ihre Sachen instrumentalisiert.
Im Grunde genommen war es allerdings ziemlich unspektakulär und die Demo wurde dann mit dem Hinweis aufgelöst, wann die „Nazis“ aus Stolberg wiederkommen. Kamen die dann wohl auch, Antifa war allerdings nicht da. …
Abschließend kann man als Résumé ziehen, dass aufgrund der immer weiter sinkenden Teilnehmerzahlen in den letzten Jahren anscheinend nicht mehr reges Interesse daran besteht die Veranstaltung zu besuchen, aber das soll ja nicht mein Problem sein. Schließlich erfreuen wir uns an immer weiter steigenden Teilnehmern auf unseren Demonstrationen. Da ich und andere das nächste Mal dort nicht erscheinen werden, wird die Demonstrationszahl 2011 wahrscheinlich weiter sinken.
fotographische beweise für die maximale anzahl von rund 300 antifas kann man auf der seite http://www.unna.nw.am einsehen (“Dortmund: Antifa verhunzt Zeckengedenken”), da hat wohl jemand ein foto von den freitreppen aus geschossen.
Die Demo passte zum Namen des Anlasses.